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Der Einsatz von Antitranspirantien gegen übermäßiges Schwitzen

Aluminiumchlorid und weitere Metallverbindungen gehören zu den erfolgreichsten Antitranspiranten (Antitranspirantien) in der Lokaltherapie von Hyperhidrosen. Experten empfehlen insbesondere bei Vorliegen einer Hyperhidrosis axillaris (Achselschweiss), manuum und pedum das Antitranspirant als Mittel gegen Schwitzen erster Wahl im Therapieplan. (z.B. Dietmar Stattkus „Hilfe, ich schwitze!“, Seite 108)

Antitranspirante lindern die Folgen starken Schwitzens, indem sie die Schweiß- und Geruchsbildung durch eine Verengung des Porenquerschnitts reduzieren.

Wie funktioniert ein Antitranspirant gegen starkes oder sehr starkes Schwitzen?

Die Metallverbindungen eines Antitranspirants verfügen über eine adstringierende Wirkung. Somit wird der Sekretaustritt behindert. Sie greifen dabei nicht in die physiologischen Abläufe der Schweißdrüsen ein.
Wird ein Aluminiumchlorid-Hexahydrat auf die Haut aufgetragen, bilden sich in der Oberhaut Metall-Mucopolysaccharid-Komplexe, die dann die Ausführungsgänge der Schweißdrüsen ausfüllen. Metallionen der Lösung dringen in die Ausführungsgänge ekkriner (sekretbildender) Drüsen, was zu einer Eiweißfällung führt und die Drüsenausführungsgänge im oberen Hautbereich funktionell abdichtet.

Die Reduzierung der Schweißabsonderung tritt in der Regel nach 1-3 Anwendungen ein, in seltenen Fällen nach einigen Wochen. Die regelmäßige Anwendung solcher Antitranspirant - Lösungen führt, neben der deutlichen Verminderung der Schweißbildung, zusätzlich zu einer Rückbildung sekretorischer Zellen der Schweißdrüsen. Wird die Lösung über einen längeren Zeitraum nicht mehr aufgetragen, regenerieren sich diese Zellen allmählich, was erneut zu einer vermehrten Schweißbildung führt.

Zusätzlich haben Antitranspirante  mit Aluminiumchloridlösungen eine angenehme Zusatzfunktion: Die antibakterielle Wirkung unterbindet unangenehmen Schweißgeruch. Daher kann ein solches Antitranspirante nicht nur gegen die Folgen der übermäßigen Schweißbildung eingesetzt werden, sondern auch gegen starken Schweißgeruch.
Vorteile von Antitranspirantien: Sehr hohe Ansprechrate, Schwitzen wird zu 90-100% eingestellt, an allen Körperbereichen anwendbar, niedrige Beschaffungskosten, einfache und risikofreie Anwendung

Nachteile von Antitranspirantien: Regelmäßige Anwendung (alle 2-3 Tage), trocknen lassen damit keine Flecken entstehen

Kann man ein Antitranspirant bedenkenlos gegen starkes Schwitzen anwenden?

Antitransoirante sind durch ihre hautoberflächliche Wirkung sie toxikologisch und systemisch völlig unbedenklich. Aluminiumchlorid-Hexahydrat gilt nach heutigem Wissenstand als toxikologisch unbedenklich. Systemische Effekte sind nicht zu erwarten, da die Substanz hydrophil und stark polar ist und daher, auch wegen ihrer adstringierenden Wirkung, nicht resorbiert wird bzw. penetriert (Wolf, pers. Mitteilung 2002, Heckmann u. Rzany 2002). In diesem Sinne argumentiert auch die aktuelle angloamerikanische Literatur in Bezug auf einen Zusammenhang zwischen Aluminiumchlorid-Hexahydrat und Morus Alzheimer (exley 1998) (Hyperhidrosis, Reinhard K.Achenbach, Seite 128).
 

Anwendungsformen von Antitranspirantien

Grundsätzlich eignet sich das Antitranspirant Spray als die ideale Anwendungsform für den Körper. Die Vorteile gegenüber eines Antitranspirant Roll-ons liegt darin, dass die Lösung großflächig aufgetragen und gleichmäßiger verteilt werden kann. Des Weiteren werden beim Auftragen des Antitranspirant Sprays keine Bakterien der Haut aufgenommen. Somit wird verhindert, dass die Bakterien beim nächsten Auftragen wieder auf die Haut gelangen.

An Hände oder Füßen sollte abends eine dünnflüssigeren Antitranspirant Lösung aufgetragen werden (auf sauberer und trockener Haut), da diese auf genannten Hautbereichen wesentlich tiefer in die Drüsenausführungsorgane einwirken kann.

Wie wird ein Antitranspirant richtig gegen übermäßiges Schwitzen angewendet?

Wird ein Antitranspirant auf feuchte Haut aufgetragen, wird die Lösunge durch den austretenden Schweiß weggespült. Da der Körper nachts nicht aktiv schwitzt, müssen Aluminiumsalzlösungen daher unbedingt unmittelbar vor dem Schlafengehen auf saubere und trockene Haut aufgetragen werden, damit sie ihren vollständigen Effekt entfalten können. Nachdem 1-2 Sprüher aufgetragen wurden, sollte die Flüssigkeit vorerst vollständig in die Haut eingezogen sein (bis diese trocken ist), bevor ein Nachthemd angezogen wird. Morgens kann die übliche Waschroutine problemlos durchgeführt werden.

Bei Antitranspirantien sollte vor allem auf Hautverträglichkeit geachtet werden. Eine sehr gute Hautverträglichkeit ist nur bei richtiger Zusammenstellung bewährter Inhaltsstoffe möglich. Deshalb sollte beim Kauf auf ein dermatologisches Zertifikat und einen optimierten pH Wert geachtet werden.

Ein gutes, effektives Antitranspirant vereint die schonenden und pflegenden Eigenschaften gemeinsam mit einem starken, zuverlässigen Effekt. Dies lässt sich durch spezielle Techniken erreichen, wie unter anderem durch ein Verfahren, welches den pH-Wert der Antitranspirantien niedrig hält. Hierauf sollten Sie bei der Produktwahl besonders achten.

Beim Kauf eines Antitranspirant sollte des Weiteren auf die richtige der zahlreichen Aluminiumverbindungen geachtet werden. Aluminiumchlorid-Hexahydrat weist mit Abstand die besten Eigenschaften auf, daher sollte gegen starkes, sehr starkes und übermäßiges Schwitzen stets zu einem Antitranspirant gegriffen werden, der diese Aluminiumverbindung enthält.

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